Ich z.B. bin in einem Elternhaus groß geworden, mit einem Vater, der sich nicht für Sport interessierte, und so unsportlich bin ich denn auch.
Zur Religion gab's ein gespaltenes Verhältnis. Klaro, ich musste in den evangelischen Kindergarten und zur Konfirmation, damit ich mal kirchlich heiraten konnte; auch bei einem Begräbnis wäre alles viel einfacher, nur als mich Billy Graham bekehrte und ich missionierte, fiel mir die buckelige Verwandtschaft in den Rücken, und das war bereits mit jungen Jahren.
Hinterher war ich ja auch noch Mormone und nun bezeichne ich mich selbst gerne als Taoisten.
Fakt ist nun einmal: Wenn wir Stimmen hören, die uns zu irgendwelchen Handlungen motivieren wollen, dann sollten wir dringend zum Psychiater, denn ich glaube nicht, dass der Herr mit jemandem so in dessen Kopf komuniziert, sodass dieser mit Zungen redet. Ich habe mir selbst einmal eingeredet, dass ich so eine Stimme im Kopf hätte, die mir ein Zeugnis gegeben hätte, papperlapapp. Mittlerweile habe ich nur das Bimmeling des Tinnitus im Kopf; vielleicht ein Hirn ? ....
Der Alltag findet uns wieder mit dem, was um uns herum ist, Situationen, die uns geschehen, auf die wir reagieren, um unser Leben angenehm harmonisch oder unangenehm chaotisch zu verrichten; obwohl, die Begriffe sind austauschbar, gerade so, wie unser Bewertungssystem ausgeprägt ist.
Und wenn man nun den Zen nimmt, da wird viel von den alltäglichen Dingen, die es optimal zu verrichten gilt, erzählt. Und welchen Grund sollte das haben, ausser, wenn wir unsere Dinge gut tun, wir mit uns zufrieden sein können ? Zen ist eine Philosophie, wo alles ganz auf den einfachsten Nenner gebracht wird. Und weil es eine "östliche Heilslehre" ist und oftmals mit dem Buddhismus (der auch eine Philosophie bzw. eine Lebensanschauung darstellt und nicht direkt eine Religion, in der man die Verantwortung an ein fiktiv höheres Wesen abgibt) im Zusammenhang genannt wird, so ist es eigentlich nur eine Technik, bzw. eine Lebenshilfe, wie wir ohne uns viel Kopf zu machen durch den Wahnsinn des Alltags kommen.
Wenn wir uns einfach nur auf unser Tun konzentrieren und die Tagträumerei , bzw. hochgestochene pseudowissenschaftliche Spekulationen weglassen, dann haben wir es eben leichter im Leben, so einfach ist das...
Was ist der Sinn des Lebens, oder: Wo siehst Du Deinen Lebenssinn ? Hast Du Deine innere Mitte schon gefunden ? Dies sind die Lebensfragen (Lebens-Fragen), die wir uns oft in Lebenskrisen stellen. Unsere Ziele sind: Glück, Liebe, Erfolg, Gesundheit, glücklich sein: Hier findest Du die Lösung.
Das ist so, wie "HErr, Dein Wille geschehe..." Nicht was wir wollen, sondern was die himmlischen Mächte mit ihrer weisen Voraussicht anstreben; ich mache stets den Fehler meine Situation zu bewerten, und alles, was nicht in mein Schema passt stört meine Harmonie.
Und dann werde ich aggressiv und komisch und bekomme Kopfkino, dabei bräuchte ich einfach nur auf die Stlle meines Geistes achten.
Wenn ich desöfteren meine Person in das Schubfach des Taoisten packe, so sehe ich doch eine waltende Hand in meinem Leben, ich bin ja schließlich christlich erzogen worden, und ich bin ja auch nicht grundlos bei den Mormonen gewesen. Es is nur eben so, dass ich mir einbildete, mit meiner eigenen Stimme in meinem Kopf, das sei die Stimme Gottes. Aber ich kann mir nicht vorstellen, das Gott 1:1 mit meinem Kopfkino identisch ist.
Ich gab früher mein Zeugnis, dass ich nicht nur glaube, sondern, dass ich weiss, dass Gott lebt, und da bin ich auch heute noch von überzeugt von, nur müssen wir doch immer wieder festhalten, dass Gott eine größere Weitsicht als wir sterbliche Menschlein hat.
So z.B., als ich noch jetzt temporär den großen PC hatte, da wo kein Frontpage dran ist, da habe ich weniger geschrieben, was mich bewegt. Solch eine Seite wie diese hier war da eine Zeit nicht mehr, dabei bin ich ein "Schreiberling"; und wenn dann so ein Mist geschieht, wie dass der Grosse den Geist aufgibt, und gleich noch hardwaremäßig, und nicht softwareläppisch, da frage ich mich sofort: "Was hat das Tao für eine Absicht ?" Also, wenn das absichtslose Tao für mich eine Absicht haben sollte, was ist dann "mein Tao" eigentlich ? Das Tao, von dem Laotse im Tao-Te-King spricht, kann es dann ja nicht sein *grübel* Eigentlich aber auch egal, mein Tao, Dein Tao, sind doch eh nur menschliche Begriffe und Namensgebungen.
Also, ich habe in meinem Leben schon oft Situationen erlebt, die sehr gefährlich waren und dennoch glimpflich ausgingen, alleine schon mein Trunksucht.
Im Rückblick ist mein Leben immer gesegnet verlaufen; jedes Mal, wenn eine brenzlige Situation ihre Schatten zu werfen scheint, zweifle ich, dass es gut gehen wird. Ich habe mir sogar schon den Standart-Satz geprägt, der da lautet: "Ich denke darüber nach, wenn's so weit ist..." oder: "Ich werde schimpfen und fluchen, es aber dennoch tun...." Solche Sätze, aber meistens schaffe ich es nicht mich daran zu halten und habe eben Kopfkino, und wenn dann die Situation da ist, dann wird meistens alles gut.
Eigentlich könnte ich mich darauf verlassen,
aber immer wieder zweifle ich, jede neue Situation, wo ich etwas tun muss,
irgendwo hin fahren muss, das ist der reinste Stress für mich. Dann stürze
ich mich wieder auf die Illusion der Gedankenstille, dann glaube ich wieder
an das Tao, und wenn alles glimpflich ausgegangen ist danke ich Gott, hmmm.
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