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Themenkreis: Spritualität
Innere Ruhe, sich geistig zurücklehnen können, wie sehr bin ich auf der Suche danach. Der Weg zum Glück ? Was weiß ich, was Glück ist. Zufriedenheit ? Gibt es das eigentlich ? Immerwährende Zufriedenheit, eine Fiktion. Wenn ich etwas erledigt habe, dann fühle ich mich wohl, dann ist der Tag astrein. Vielleicht schiebe ich deshalb auch immer meinen Papierkram "auf die lange Bank", und wenn ich dann den ganzen Wust erledigt habe, bin ich obenauf. Seit meiner Kindheit glaube ich an Gott, denke ich zumindest, aber wenn irgendwelche Probleme ins Haus stehen, dann bin ich der große Zweifler. Was ist, wenn Gott gerade eine andere Lösung vorsieht, wenn ich mal so richtig auf den Arsch fallen soll, weil ich irgendwas nicht richtig gelernt habe ? Und so kam ich auf Zen. Zen sagt: Wer definiert, der begranzt. Beim Zen brauchst Du keine Erzählungen, da braucht niemand Glück zu definieren oder erklären, was Zufriedenheit ist, sondern man horcht in sich hinein und erfährt Inspiration, man hat ein gutes Gefühl oder ein schlechtes, aber Zen unterscheidet nicht, Gefühl ist Gefühl, mit Wu Wei bleibt man trotz Aktion passiv, also man kann sagen, man läßt alles auf sich zu kommen und versucht nicht selbst an der Realität rumzuwerkeln. Erstens geht das ja sowieso nicht, denn wir können nur in begrenztem Masse selbst die persönliche Realität mitbestimmen, aber oft mal denken wir, wir hätten irgendeinen Einfluss, das ist unsere Illusion, dass wir die Bestimmer über unsere Zukunft sind. Motivationstrainer reden uns das auch gerne ein, aber im Prinzip ist das Gehirnakrobatik, weil alles anders kommt, als wir es uns vorstellen, weil die Realität höheren Gesetzen folgt. Also fort mit den Autosuggestionen und Illusionen, dass wir irgendweinen Einfluß auf das Geschehen hätten. Ein guter AA-Freund (Anonyme Alkoholiker) sagte mal zu mir: "Wir müssen lernen mit der Ungewißheit zu leben." Und es ist ja Ungewißheit nichts beängstigendes, denn wie gesagt werden wir persönlich geleitet von der Inspiration, die aus unserem Inneren kommt. Wir müssen uns nur einfach fallen lassen. Aktiv passiv sein. Hier und Jetzt zu sein, Jetzt und Hier, nun, HIER sind wir ja immer. Aber sind wir immer JETZT, oder sind wir mit unseren Gedanken in einer illusionären Zukunft ? Und selbst, wenn wir in der Vergangenheit stecken, ist das eine reale Vergangenheit ? Oder ist das nicht eher, die Vergangenheit, wie wir sie erinnern ? Wie sie sich uns als Gegenwart darstellte, mit allem, wie wir sie interpretiert haben ? Denn wir können die Wirklichkeit nicht fassen. Das geht einfach nicht. Hier sein können wir, es ist immer für uns hier.
Deshalb sag der Meister auch: Die Ewigkeit ist Jetzt.
Und wenn wir uns eine unsichtbare Welt hinter unserer Welt erdenken, so ist dies, um unsere innere Angst zu übertönen, denn wir wissen nicht, was nach dem Tod sein wird. Kein Mensch weiß das, alles, was irgendein Mensch lehrt basiert einfach nur auf die Fantasie desjenigen. Es gibt keine Übermenschen, die ins Jenseits schauen können. Alles ist der eine Geist, die eine Wirklichkeit. Alle Vielheit ist Illusion . Ein großer Zen-Meister unserer Zeit, Zensho W. Kopp, schreibt: „Diese eine Wirklichkeit kann nur dann erfahren werden, wenn all das, was die Wirklichkeit des einen Geistes nicht ist, fällt. Aber wie kommt man dahin?“ Er gibt darauf die folgende, erstaunlich einfache Antwort: „Der Weg zur Erfahrung deines wahren Angesichts vor deiner Geburt, dieser Weg zur Erleuchtung ist nichts anderes als ‚der alltägliche Weg.“ Dieser Weg kann also überall gegangen werden, wo immer man sich gerade befindet und auch zu jeder Zeit. Wir brauchen deshalb nicht in ferne Länder zu reisen oder uns in eine Einsiedelei zurückzuziehen. Denn mitten im weltlichen Treiben, bei jedweder Tätigkeit, offenbart sich die göttliche Wirklichkeit.“ |